Weinbergeschnecke kriecht Ast hoch

Der Weinbergschnecke begegnen wir in lichten Wäldern, Gebüschen und offenen Lebensräumen, vor allem auf kalkreichen, nicht zu trockenen Böden. Aber heute seltener in Weinbergen. Zur Zeit der Namensgebung fand man diese Schneckenart jedoch häufiger in Weinanbaugebieten als woanders, mit gutem Grund: Denn Böden, auf denen Wein angebaut wird, sind oft sehr stark kalkhaltig. Und Schnecken brauchen kalkhaltige Nahrung, um in den ersten Lebensjahren ihr Gehäuse aufzubauen und zu festigen. Das Gehäuse begleitet sie ein Leben lang und ist fest mit dem Körper verbunden. Die heutigen Mittel zur Schädlingsbekämpfung haben dafür gesorgt, dass sich die meisten Schnecken von Weinbergen fernhalten.

Eine ausgewachsene Weinbergschnecke wird bis zu 10 cm lang und etwa 30 g schwer. Das braune Gehäuse erreicht einen Durchmesser von 3 bis 5 cm und hat fast immer die Form einer rechtsdrehenden Schraube. Nur bei etwa einem von etwa 20 000 Exemplaren ist sie linksgängig. Diese Tiere nennt man Schneckenkönig. Übrigens, das Schneckentempo beträgt etwa 7 Zentimeter in der Minute (4,2 m/h). Dafür können sie sehr gut klettern.

Weitere spannenden Fragen und Antworten zu unseren Wildtieren die interessant sind:

Weshalb kommt der Regenwurm bei Regen aus dem Boden?

Wie lange fliegt eine Biene für 1 kg Honig?

Stehlen Elstern Schmuck?


NATURZYT Ausgabe Juni 2016, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock

NATURZYT abonnieren und mit uns, unsere Natur unterstützen.

Cover der aktuellen NATURZYT Ausgabe mit Verlinkung auf unser Abo-Formular

Das Magazin NATURZYT berichtet nicht nur über unsere Natur, damit Sie diese näher erfahren und erleben können, sondern damit Sie gemeinsam mit uns, unsere Natur mehr bewahren und schützen lernen. Deshalb unterstützt NATURZYT auch wichtige Naturprojekte mit einem Teil der Abo-Einnahmen. 

Jedes Abo hilft Naturprojekten! Jetzt unterstützen und abonnieren.

Kinderbuch RAVENSONG bestellen

Anzeige

Partner Kurs-Natur

naturzyt 7

NATURZYT Newsletter abonnieren

Mehr Natur erfahren

Waldameisen sind krabbelnde Heizkörper

Waldameise auf weissem Hintergrund

Im März beginnt der Saisonstart für die Waldameisen und die ersten erwachen aus der Kältestarre um sich aufzuheizen.

Die Buche - unsere Waldmedizin

Buche mit grünen Blättern im Sonnenlicht

Die Buche bildet als Laubbaum ein üppiges und dichtes Blätterdach und ist unsere Waldmedizin.

Mehr Natur bewahren

Fledermäuse schützen: Eine Ode an die Fledermaus

Langohrfledermaus lächelt mit ihren grossen Ohren vom Holzstamm

Fledermäuse leben heimlich - und sind uns deshalb oft etwas unheimlich.

Greifvögel schützen: Greifvögel und ihre Stellung im Ökosystem

Busshard auf Holzstrunk im Wald

Welche Aufgaben nehmen Greifvögel und Eulen in unserem Ökosystem wahr?

Mehr Natur erleben

Frühlingserwachen und Blüten in der Schweiz

Weisse Narzissen strahlen der Sonne entgegen.

Nach der kalten Jahreszeit erwacht die Natur zu neuem Leben. Frühlingserwachen und Blüten in der Schweiz.

Frühling in den Schweizer Pärken

Mehlprimeln in Bergwiese bei Sonnenschein

19 einzigartige Regionen mit wunderschönen Landschaften und lebendigen Traditionen: Frühling in den Schweizer Pärken.