Zimmermann auf einem grünen Blatt im Sommer

Der Zimmermann, wie wir ihn in der Schweiz nennen, ist keine Spinne. Er gehört wohl zu den Spinnentieren, nicht aber zu den Spinnen. Erstens hat der Zimmermann zum Beispiel keinen zweigeteilten Körper, wie für Spinnen üblich, und er kann auch keine Seide produzieren, sprich Netze bauen. Denn er hat keine Spinndrüsen und auch keine Gift drüsen. Einzig Drüsen, mit denen er eine Art stinkende Substanz zur Verteidigungproduzieren kann. Die Zimmermännerleben mehrheitlich in der Bodenschicht undernähren sich haupt sächlich von kleinen Gliederfüsslernund toten Insekten. Sie grasen im lockerenStreu des Laub waldes, in Wiesen, Hecken,Gärten etc. abgestorbene Pfl anzenteile ab. Die wenig wehrhaft en Zimmermänner schützensich gegen Feinde auch, indem sie sich tot stellen. Sie können im Notfall sogar ein vom Gegnergefasstes Laufb ein abwerfen. Und mit ihren aufdem Rücken platzierten «Stinkdrüsen» können siebei einem Angriff von Insekten oder Spinnen ein Wehrsekret ausstossen, das auch bei stärkeremDruck auf den Körper austritt. Es ist leichtfl üchtigoder flüssig und meist stark riechend, aber vorallem je nach Konzentration betäubend bis tödlich.mit den langen Beinen auch schon mal grössere Spinnen oder Insekten erlegen können.

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NATURZYT Ausgabe Dezember 2018, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock 

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