Zimmermann auf einem grünen Blatt im Sommer

Der Zimmermann, wie wir ihn in der Schweiz nennen, ist keine Spinne. Er gehört wohl zu den Spinnentieren, nicht aber zu den Spinnen. Erstens hat der Zimmermann zum Beispiel keinen zweigeteilten Körper, wie für Spinnen üblich, und er kann auch keine Seide produzieren, sprich Netze bauen. Denn er hat keine Spinndrüsen und auch keine Giftdrüsen. Einzig Drüsen, mit denen er eine Art stinkende Substanz zur Verteidigung produzieren kann. Die Zimmermänner leben mehrheitlich in der Bodenschicht und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Gliederfüsslern und toten Insekten. Sie grasen im lockeren Streu des Laubwaldes, in Wiesen, Hecken, Gärten etc. abgestorbene Pflanzenteile ab. Die wenig wehrhaften Zimmermänner schützen sich gegen Feinde auch, indem sie sich tot stellen. Sie können im Notfall sogar ein vom Gegnergefasstes Laufbein abwerfen. Und mit ihren auf dem Rücken platzierten «Stinkdrüsen» können sie bei einem Angriff von Insekten oder Spinnen ein Wehrsekret ausstossen, das auch bei stärkerem Druck auf den Körper austritt. Es ist leichtflüchtig oder flüssig und meist stark riechend, aber vor allem je nach Konzentration betäubend bis tödlich mit den langen Beinen auch schon mal grössere Spinnen oder Insekten erlegen können.

Weitere spannenden Fragen und Antworten zu unseren Wildtieren:

Sind Vögel, die im Winter hierbleiben, Vegetarier?

Wie Wespen in der kalten Jahreszeit überwintern

Weshalb zittert die grosse Zitterspinne?


NATURZYT Ausgabe Dezember 2018, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock 

NATURZYT abonnieren und mit uns, unsere Natur unterstützen.

2 Naturzyt-Magazine freigestellt

Das Magazin NATURZYT berichtet nicht nur über unsere Natur, damit Sie diese näher erfahren und erleben können, sondern damit Sie gemeinsam mit uns, unsere Natur mehr bewahren und schützen lernen. Deshalb unterstützt NATURZYT auch wichtige Naturprojekte mit einem Teil der Abo-Einnahmen. 

Jedes Abo hilft Naturprojekten! Jetzt unterstützen und abonnieren.

Buch Ravensong - Auch Tiere haben eine Stimme

   

In spannenden und packenden Interviews erzählen unsere Wildtiere mehr über sich, wer sie sind, wie sie leben und auch was sie von uns Menschen erwarten würden.

Jetzt bestellen für CHF 34.90 im A5 Hardcover

NATURZYT Newsletter abonnieren

Mehr Natur erfahren

Tierisch gutes Gespräch mit Nelly Natter

Zeichnung einer grünen Schlange im Wasser

Nelly Natter, eine flinke und erfahrende Jägerin im Gespräch mit NATURZYT.

Rosskastanie - Venentonikum und Baum-Medizin

Baum mit grünen Blätter und weissen Blüten

In der Volksmedizin erfolgt die Anwendung der Rosskastanie schon länger, da sie ausgezeichnete venenstärkende Eigenschaften besitzt.

Mehr Natur bewahren

Fledermaus-Porträt: Grossen Hufeisennase

Braune Fledermaus hängt an einem Holzbalken und schaut nach vorne

Die sehr seltene Grosse Hufeisennase zählt zu den grössten einheimischen Fledermausarten.

Fledermäuse schützen: Eine Ode an die Fledermaus

Langohrfledermaus lächelt mit ihren grossen Ohren vom Holzstamm

Fledermäuse leben heimlich - und sind uns deshalb oft etwas unheimlich.

Mehr Natur erleben

Wandern im Zürcher Tössbergland bi Lux und Fux

Alte Baumstämme auf grüner Wiese an einem Hügel im Sommer

Luchse lieben dichte Wälder, steile Flanken und einsame Höhen. Bei einer Wanderung im wilden Zürcher Tössbergland auf Spurensuche.

Frühlingserwachen am Wasser

Gelbe Blüten vor einem blauen Bergsee in grüner Wiese

Wenn die Tage länger werden erwacht auch die Tierwelt am und ums Wasser, ein herrliches Naturerlebnis.