Naturzyt 2019 3

Natur erleben: Themen über Kraftorte, Natur wahrnehmen

Wasserfall als Kraftort

Orte der Kraft in der Natur, sind Kraftorte! Was ist das eigentlich?

Orte der Kraft sind Zonen mit erhöhter natürlicher Energie. Wir befinden uns ständig in einem energetischen Austausch mit unserer Umgebung. Wie dieser vor sich geht, lässt sich nicht genau nachweisen. Wir spüren es aber – wie den Elektrosmog einige von uns spüren. NATURZYT geht auf Entdeckungsreise zu den Schweizer Kraftorten.

Ich stehe auf der kleinen Brücke, tief im Tobel. Unter mir der Bach. Sein Wasser tanzt über die Steine, wirbelt herum und gibt gurgelnde, glucksende Geräusche von sich. Ich lasse den Blick übers Bachbett gleiten, nehme die Bäume wahr. Warme Sonnenstrahlen dringen durch den Wald bis zum Grund. Sauerklee blüht. Der Duft des Bärlauchs vermischt sich mit jenem von moderndem Holz, Moos und feuchter Erde. Ich lasse meinen weichen Blick über den Talgrund schweifen. Da ist etwas, ich spür’s, ich nehme es wahr.

Ich halte inne, gebe mich der Magie des Ortes hin, Atme tief durch, schweife mit weichem Blick dem Bach entlang. Ich bleibe einige Minuten in der Ruhe und rund um mich nehme ich nach und nach Bewegung wahr. Neugierige Schwebefliegen tanzen vor mir. Da und dort bringt der Luftzug ein Blatt zum Tanzen. Der Ort umfängt mich und ich werde Teil des Ortes. Das «Etwas» wird spürbarer Teil von mir und für einen Moment fühle ich mich eins mit ihm. Ein kleiner Kraftplatz, wo sich Wanderweg und Bach kreuzen. Ein Ort, wie es unzählige gibt. Ein beseelter Ort dazu. So oder ähnlich kann sich ein Moment an einem Kraftort abspielen.

Im Laufe dieser Kraftorte-Serie möchte ich Sie, verehrte Leser und Leserinnen, zu bekannten, aber auch zu bisher wenig bekannten Orten mitnehmen und Ihnen vor allem aufzeigen, wie Sie selber solche Plätze finden und erkennen können.

 

Wer mag diesen Findling hier aufgestellt haben und wozu?

 

Orte der Kraft

Die Bücher «Orte der Kraft» und «Die Seele des Ortes» der grossen Dame der Kraftortforschung, Blanche Merz, stehen am Anfang der Beschäftigung mit alten und neuen Kraftorten. Nach geomantischen und radiästhetischen Aspekten erforscht, wurden die Orte der Kraft von ihr auch energetisch begründet: Orte der Kraft sind Zonen mit erhöhter natürlicher Energie. Diese Energie, die sich nicht nur erfühlen, sondern auch messen lässt, hat sich der Mensch zu allen Zeiten nutzbar gemacht. Oft sind auf solchen Kraftplätzen Kultstätten und später Kirchen und Klöster errichtet worden. Orte der Kraft finden sich auch verbreitet in der freien Natur, etwa bei Wasserfällen oder alten Bäumen, so der Rückentext zu ihrem Buch.

Spürbare Reize auslösen

Kraftorte sind erst einmal Reizzonen, also Zonen, welche bei Mensch und Tier spürbare Reize auslösen können. Ein Kraftplatz hebt sich energetisch deutlich von seiner Umgebung ab. Dies lässt sich teils am Pflanzenwuchs, der Bodenstruktur oder anderen Auffälligkeiten erkennen. Wir kennen viele unterschiedliche Reizzonen. Die uns wohltuenden nennen wir Kraftplätze, die negativen Störzonen. Beide sind letztendlich nichts anderes als Orte, wo mitunter auch körperlich spürbare Reize ausgelöst werden. So mögen Insekten Reizzonen sehr. Wespen bauen hier ihre Nester, Ameisen ihre Haufen und der Imker wird sein Bienenhaus auf eine solche stellen.

 

Steinkreis im Pfad-Rundweg auf Sattel-Hochstuckli. Unterschiedliche energetische Qualitäten lassen sich hier erspüren.

 

Wer ist überhaupt fähig, diese Orte zu erspüren? Die Erfahrung mit Besuchern des Naturenergie-Rundweges «der pfad» auf Sattel-Hochstuckli in der Innerschweiz zeigt, dass praktisch jeder Mensch weit wahrnehmungsfähiger ist, als er es sich zutraut und bewusst ist. Passen Mensch und Kraftort zusammen, gehen sie in Resonanz zueinander. Wie beim Radiohören auch, müssen Empfänger und Sender aufeinander abgestimmt sein. Damit wir diesen wahrnehmen können, müssen wir zu ihm in Verbindung, in Resonanz gehen. Wenn Resonanz zwischen uns und einem Kraftplatz besteht, werden wir uns von diesem «magisch» angezogen fühlen.


Kraftorttestung mit der Bovis-Tabelle

Die von Alfred Bovis erdachte und sich an der alten physikalischen Längeneinheit Ångstroem orientierende Tabelle hilft, den «taux vibratoire», den Grad an Vibration, des Ortes zu bestimmen. Der Bovis-Wert wird mittels Bovis-Tabelle und Pendel ermittelt. 6500 Bovis-Einheiten (BE) gelten als Neutralwert, höhere Werte als der Gesundheit zuträglich. Ein Kraftort sollte mindestens den doppelten Neutralwert anzeigen, also 13 000 Bovis-Einheiten. Ein Ort gilt als Kraftort, wenn er mehr als den doppelten Neutralwert anzeigt, also über 13 000 Bovis-Einheiten.


Kraftorte - Wohltuender Austausch mit der Natur

Ohne das Romantische eines Kraftortbesuches schmälern zu wollen: wir bewegen uns hier in der Welt einfacher physikalischer Prinzipien, Naturgesetze genannt. Reizzonen und Kraftorte können daher auch mit Hilfe radiästhetischer Instrumente wie Pendel und Ruten erfasst werden. Anders als beim Messen mittels technischer Instrumente, ist bei allen Vorgehensweisen, die auf der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit des Einzelnen beruhen, die Unschärfe immer mit dabei. Daher wird nicht jeder Mensch an einem Kraftplatz dasselbe wahrnehmen. Die einen werden möglicherweise ein Kribbeln in den Beinen verspüren, andere frösteln und kriegen Hühnerhaut, wiederum andere werden rein gar nichts spüren. Ist der Kraftort also ein Placebo, eine Frage des Glaubens oder gar der Einbildung?

Keineswegs! Wahrnehmen kann ich nur das, womit ich bereit bin in Verbindung zu gehen. Um einen Kraftplatz überhaupt wahrnehmen zu können, werde ich mich diesem öffnen. Dies ist ein meditativer Vorgang, achtsam und still – da sind Jubel, Trubel, Heiterkeit wenig hilfreich. Ist dies der Fall, wird sich zwischen Kraftplatz und Mensch ein wohltuender Austausch einstellen. Ich kenne auch Plätze, wo genau das Gegenteil stattfindet. Nach nur wenigen Minuten Aufenthalt fühle ich mich kraftlos und schlaff. Dies ist ein typisches Merkmal für eine abziehende, Lebenskraft zehrende Reizzone.

Die Wolfsschlucht im Naturpark Thal SO fasziniert durch ihre urweltliche Wildheit.

Nicht jeder Mensch wird am selben Ort dasselbe empfinden. Jeder holt sich aus der Bandbreite eines Kraftortes genau das heraus, was er benötigt. Im Sinne der Chaos-Physik strebt jedes offene System – dazu gehört auch der Mensch – danach, seine Mitte, seine Balance zu finden. So werden wir von selber zu jenen energetischen Aspekten und Plätzen hingezogen, die uns helfen, unser System in seine Mitte zu bringen. Dies ist übrigens die Grundlage allen energetischen und feinstofflichen Heilens.

Aufbauende Kraftplätze erspüren

Was aber passiert, wenn der Mensch in seiner Mitte ist und keines Ausgleichs bedarf? Wird er dann überhaupt etwas spüren? Interessanterweise ja – gleich und Gleich gesellt sich gern. Finden nämlich zwei «starke» Objekte zueinander, werden sie beginnen, sich gegenseitig aufzuschwingen, dies solange, bis sie ihr derzeitig mögliches Potenzial erreicht haben. Das kennen wir von uns selber bestens – wenn zwei Menschen das «Heu auf derselben Bühne» haben, kann sich die Stimmung ungemein steigern.

Weit wichtiger als die Quantifizierung aus der Forschungstätigkeit ist für mich das persönliche Empfinden. Dieses, und nur dieses, ist letztendlich für jeden einzelnen Besucher am Ort von Bedeutung. Dazu eine kleine Übung: Achten Sie beim Bergangehen, wo es sich leichter und wo schwerer gehen lässt. Testen Sie unterschiedliche Unterlagen: Bahnhoftreppen, Kies- oder Waldwege, Pflaster oder geteerte Wege. Sie werden erstaunt sein, wie unterschiedlich sich diese anfühlen. Auch im freien Gelände, auf Wanderwegen, werden sie unschwer bemerken, dass sich gewisse Passagen mit Leichtigkeit gehen lassen, bei anderen sich ihre Glieder bleischwer anfühlen. Alleine mit dieser einfachen Übung werden sie schon eine ganze Menge kleiner aufbauender Kraftplätze in ihrer eigenen Umgebung erkennen können und sich dabei vielleicht bewusst werden, dass Sie diese eigentlich schon immer wahrgenommen, jedoch nie als solche erkannt haben.
Das nächste Mal nehme ich Sie mit an schöne Plätze. Bis bald und geniessen Sie die aufbauenden Kräfte des Sommers.

Herzlich Philippe Elsener,
Naturenergetiker


Kraftplatz

Seine energetischen Aspekte sind: aufbauend und festigend. Menschen und Tiere können sich bei ihm «aufladen». Die lebensförderliche Qualität der Strahlung kann festgestellt werden.

Heilplatz

Seine energetischen Aspekte sind: aufbauend, festigend und auflösend. Die dadurch ausgelösten Reize können die Selbstheilungskräfte des Organismus anregen. Die aufbauende, festigende und auflösende Qualität der Strahlung kann festgestellt werden.

Kultplatz

Seine energetischen Aspekte sind: je nach praktiziertem Kult auf- oder abbauen, festigend oder zersetzend. Es können sich Resonanzen zu Gott, Erzengel und Heiligen, zu Naturgottheiten und Ritualen zeigen. Ein Kultplatz wirkt sich, je nach Kult, nicht zwangsläufig positiv auf lebende Systeme aus. Resonanz der Strahlung zur Anderswelt und zum Jenseits kann festgestellt werden.

Mehr zu Philippe Elsener

Philippe Elsener ist Naturenergetiker und Buchautor und wohnt in Thal (SG). Er beobachtet seit Jahren die Beziehung zwischen Mensch und Ort, Ort im Sinne von Wohn-, Arbeits- und Lebensraum. Sein besonderes Augenmerk gilt der Signatur der Dinge, die Wesentliches über ihre nicht messbare Feinstofflichkeit erkennen lässt. Als Mitglied des Vereins für Radiästhesie St. Gallen, Vereinigung Schweizer Kraftorte, der Schweizerischen Akademie für Burnout-Prophylaxe und von «der pfad» bringt er sein Wissen ein. Er bietet verschiedene Kurse und Veranstaltungen an. Mehr unter naturenergetik.ch


Fotos Philippe Elsener

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