Naturzyt 2018 09

Alpenrosen am Widderstein

Naturerlebnisse die Spuren hinterlassen

Mit offenen Augen und Ohren durch den Wald streifen, mit den Kräuterkobolden die Köstlichkeiten in der Natur suchen, Wildtiere und -pflanzen hautnah erleben, das sind Sommererlebnisse, die unter die Haut gehen.

Das Vorarlberger Kleinwalsertal bringt uns durch viel Natur, Begegnungen mit Menschen, Tieren und Pflanzen zum Staunen. Es sind Erlebnisse, die bei unserer 7-jährigen Marlies und dem 12-jährigen Martin Spuren hinterlassen haben und an die wir uns auch nach Jahren gemeinsam erinnern werden.

Zusammen mit einer Kräuterexpertin erfahren, was am Wegrand wächst. (Foto Oliver Farys)

AUF UNVERGESSLICHER TUCHFÜHLUNG

Marlies hat als kleine Wiesenelfe geheimnisvolle und seltene Plätze gesehen, gelernt, Spuren zu lesen und sich anzupirschen. Martin ist immer noch stolz auf seinen selbstgebastelten Pfeil und Bogen und dass er gelernt hat, ohne Feuerzeug und Streichholz ein Lagerfeuer zu machen. Mit allen Sinnen haben sie am Wildnistag die Natur entdeckt und auch etwas «gedreckelt».
Als Kräuterkobolde haben die beiden von einer Kräuterexpertin erfahren, welche Pflanzen essbar sind, welche Heilkräuter direkt am Wegesrand wachsen, und bei der Herstellung von Kräutersalz, Ölen, Balsam etc. mitgeholfen, und sie durften natürlich davon etwas mitnehmen. Deshalb landen nun auch z. B. Löwenzahn und Gänseblümchen bei uns auf dem Salatteller. Marlies ist immer noch fasziniert vom Ausflug auf die Alpe Bärgunt, wo die Hüttenwirtin Sabine Einblicke in das Leben auf der Alp von heute und damals gab und erzählte, wie Tiere und Menschen in den Bergen von der Erde ernährt werden. Nun weiss sie auch, wie die Milch ins Glas kommt und wie Käse und Joghurt entstehen.

Marlies - die kleine Wiesenelfe pritscht sich am Wildnistag ganz leise an.

Martin strahlt heute noch, wenn er über das Aufsteigen und Abseilen aus luftiger Höhe im Naturklettergarten erzählt, vom Ritt auf dem Flying Fox oder seinem seinem Klettersteig-Schnupperkurs. Eine unvergessliche Tuchfühlung mit der Natur, zusammen mit «Burmi», dem Murmeltier – weil diese im Walsertal «Burmenta» heissen, bekam er diesen Namen und steht als Maskottchen hinter den «Burmis Abenteuerferien», an welche Marlies und Martin noch lange denken werden.

EINSTEIGER ODER AUFSTEIGER?

Auch uns hat das Kleinwalsertal mit seiner harmonischen Naturlandschaft und den saften Übergängen über drei Höhenlagen zwischen 1086 und 2536 Metern verzaubert. Es ist mit über 185 Kilometer naturbelassenen, markierten Wanderwegen ein Eldorado für Wanderer in einer zauberhaft en Bergewelt. Wir waren zwar eher in den über 40 gemütlichen Hütten, Sennalpen und Bergrestaurants anzutreffen oder in den schönen Wäldern und Wiesen am Naturgeniessen.

Romantisch und für Frühaufsteher - Sonnenaufgang am Grünhorn.

Tipp: Mit den sieben Berg- und Sesselbahnen, welche zwischen Mai und November fahren, ist der Aufstieg natürlich viel angenehmer. Auch der Walserbus fährt im Tal, mit der Gästekarte gratis, an verschiedene Ausgangspunkte.

Lauschiger Bach in märchenhaftem Wald.

REGIONALEN PRODUKTEN AUF DER SPUR

Vom ehemaligen Haubenkoch Herbert Edlinger haben wir bei einem gemeinsamen Streifzug durch die Genussregion erfahren, wie und wo regionale Spezialitäten ihren Ursprung haben, und bei einem gemeinsamen Picknick erzählte er uns, weshalb die Genusswirte und die Genusshütten sich auf Wild und Rind spezialisiert haben. Er meinte voller Stolz, die Berge, die Natur, die kleinbäuerlichen Strukturen – all das schmeckte man im Kleinwalsertal. Das Gemüse wächst hier noch ohne Gentechnik, das Vieh lebt im Sommer auf der Alp, und das gesunde Gebirgsklima macht sich in jedem Bissen bemerkbar. Authentisch, regional und saisonal. So muss das Essen einer Region sein, wenn sie – wie das Kleinwalsertal – als GenussRegion ausgezeichnet werden will. Naturerlebnisse, die Spuren hinterlassen haben – und vielleicht bald wieder hinterlassen werden. Ihre Familie Meier.

Text Michael Knaus Fotos Oliver Farys, Dominik Berchtold

Mehr Informationen sowie Angebote und vieles mehr unter Kleinwalsertal Tourismus eGen, A-Hirschegg/Vorarlberg, T 0043 5517 51140 oder www.kleinwalsertal.com

JEDE WILDBIENE ZÄHLT! JEDES ABONNEMENT HILFT!

Das NATURZYT Magazin abonnieren und gleichzeitig Wildbienen schützen.
20% des Abo-Preises fliessen direkt ins Projekt "Wildbienen schützen" von wildBee.ch.

Mehr Natur erfahren, bewahren und erleben. Ein gutes Gefühl mit NATURZYT.

Abonnieren

 

Folgen Sie uns

Naturzyt Facebook