Lebensraum und Lebensweise des Grossen Glühwürmchens
In Sommernächten können mit etwas Glück die grünen Lichter der Grossen Glühwürmchen beobachtet werden. Die leuchtenden Weibchen versuchen so, die Männchen für die Paarung auf sich aufmerksam zu machen. Die Leuchtzeit der Weibchen erstreckt sich etwa von Juni bis Juli über 4 Wochen. Dabei kann man die Glühwürmchen am besten an dunklen Stellen in Parkanlagen, alten Gärten, an Waldrändern oder in der Nähe von Feuchtgebieten in Bodennähe beobachten. Sie leuchten hauptsächlich von Sonnenuntergang bis etwa Mitternacht.
Ausgewachsene Männchen sind mit 10–12 mm kleiner und besitzen Flügel. Adulte Weibchen hingegen erreichen 15–20 mm, sind flugunfähig und erinnern in ihrem Aussehen an die Larvenstadien. Den Grossteil ihres Lebens verbringen Glühwürmchen jedoch als Larve (zirka 2–3 Jahre). In dieser Zeit leben sie räuberisch und ernähren sich hauptsächlich von Nackt- und Gehäuseschnecken, die sie mit einem Gift biss lähmen. Später, im geschlechtsreifen Stadium, nehmen sie keine Nahrung mehr zu sich.
Lichtverschmutzung gefährdet das Grosse Glühwürmchen
In der heutigen Zeit gibt es einige menschliche Einflüsse, die das Grosse Glühwürmchen belasten. Wegen der Lichtverschmutzung finden sich die Tiere oft nicht und sterben, bevor sie sich fortpflanzen können. Zudem verringern Massnahmen zur Schneckenbekämpfung das Nahrungsangebot und Pestizide wirken auch auf die Glühwürmchen. Verzicht auf Gifte und künstliche Beleuchtung sind daher wichtige Schritte zum Schutz dieser Art.
STECKBRIEF
Art: Grosses Glühwürmchen (Lampyris noctiluca)
Lebensraum: An Waldrändern, auf Wiesen, in Gärten und Parks
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NATURZYT Ausgabe Juni 2025, Text Katja Rauchenstein, Manuel Oberhänsli

