Insekt im Anflug mit angezogenen Beinen

Es wird wieder wärmer, die ersten schönen Frühlingstage laden ein, im Garten oder auf dem Sitzplatzeinen Kaffee mit Kuchen zu geniessen. Doch bereits jetzt summt und brummt es um uns herum, und die Angst davor, gestochen zu werden, wird wieder grösser. Ganz ehrlich, diese Angst ist völlig übertrieben, denn die Gefahr, von einem Insekt gestochen zu werden, ist etwa gleich gross, wie von einem Hund gebissen zu werden.

Es muss auch unterschieden werden zwischen den Arten. So haben zum Beispiel Wildbienen einen Stachel, setzten diesen aber praktisch nie ein, weil sie nichts verteidigen oder schützen müssen. Zudem ist der Stachel der Wildbienen so klein und weich, dass dieser gar nicht durch unsere Haut dringen könnte. So bleiben nur noch die Wespen, Hornissen und Honigbienen, die das Potenzial hätten, unsere Haut zu durchdringen. Aber auch diese sind friedlich, es sei denn, wir kommen ihrem Stock zu nahe, dann kann es zu aggressivem Verhalten kommen. Hier hilft dann nur ein ruhiger, aber sofortiger Rückzug. Und wer hat schon einen Bienen- oder Hornissenstock beim Gartentisch? Also bleiben nur noch die Wespen, aber hier sind es auch nur zwei Arten – die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe, die gerne den Kaffeetisch und die frische Wurst besuchen. Sie benötigen für ihre Brut tierisches Eiweiss. Dazu jagen sie beispielsweise Fliegen oder Mücken, was uns wieder entgegenkommt. Somit sollten wir auf Wespenfallen und Co. verzichten, weil darin über 90 Prozent andere Arten umkommen. Besser ein Stück Kuchen oder Wurst, weiter weg platziert, den Wespen offerieren.

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NATURZYT Ausgabe März 2020, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock

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