Braune Spinne an einem grünen Grashalm von der Sonne angeleuchtet

Nein, Spinnen haben keine Knochen, aber ein Skelett. Ob ein Tier gross wie ein Elefant ist oder eben klein wie eine Spinne geblieben ist, hängt mit der Art des Stützsystems zusammen. Die einen Tiere (Wirbeltiere) stützen sich im Innern ihres Körpers auf Knochen ab, also auf ein Innenskelett. Die anderen tragen eine feste Rüstung mit sich (wirbellose Tiere). Dieses äussere Gerüst gibt diesen Halt, und man nennt dies Aussenskelett. Beide Skelette sind so gestaltet, dass sich die Gliedmassen bewegen können.

Spinnen stützen sich über einen Chitinpanzer, der den ganzen Körper umgibt. Dort, wo Gelenke sind, ist dieser Panzer durchbrochen und mit beweglichen Membranen verbunden. Die Knochen wachsen mit wie beim Menschen, der Panzer jedoch bleibt starr. Und irgendwann wird der feste Panzer zu klein, und dann müssen sie sich davon trennen, sprich, sie müssen sich häuten, damit sie weiterwachsen können bis zur endgültigen Grösse. Dies trifft auch bei den Spinnen zu. Dass dieses Aussenskelett desto schwerer ist, je grösser ein Tier ist, erklärt, weshalb wirbellose Tiere klein sind. Deshalb sind Spinnen auch eher klein, denn es macht keinen Sinn, ab einer gewissen Grösse noch weiter zu wachsen, weil das Skelett mehr behindern als nützen würde.

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NATURZYT Ausgabe Juni 2017, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock

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