Amsel auf dem Winterboden am Nahrung suchen

Im Winter ist das Nahrungsangebot für Vögel sehr klein. Und Insekten, welche im Sommer aktiv umherfliegen oder am Boden kreuchen sind in den kalten Monaten nicht vorhanden. Und unsere Futterstationen, welche wir fleissig mit Fettknödel oder Sonnenblumenkernen, Hanfsamen oder Rosinen bestücken, deuten auf eine vegetarische Ernährung hin. Schliesslich sind auch alle Vögel, die im Winter nicht auf Insekten als Hauptnahrung verzichten können, längst in den warmen Süden gezogen. Die Meisenarten und meisten Finken, aber auch Drosselvögel wie die Amsel oder das Rotkehlchen, welche im Sommer ebenfalls von Insekten leben und ihre Jungen damit füttern, stellen jetzt im Winter auf vegetarische Nahrung um. Jetzt sind vor allem die Samen von Bäumen die wichtigste Nahrungsquelle. Daneben tragen auch viele Wildkräuter im Winter noch Samen, welche die Vögel nutzen können. Aber auch einige Insektenfresser, welche den Winter hier ausharren, schaff en es mit ihren langen dünnen Schnäbeln, überwinternde Insekten aus den Ritzen eines Baumes oder morschen Stämmen und Ästen herauspicken. Somit ist die Antwort klar – sie passen sich dem Nahrungsangebot je nach Saison an. Ein gutes Vorbild für uns Menschen, oder wer braucht Erdbeeren im Winter?

Weitere Wildtier-Artikel die Sie interessieren könnten:

Der Eisvogel ein schillerndes Juwel

Wie überwintert die Kreuzspinne?

Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre was ist der Unterschied?


NATURZYT Ausgabe Dezember 2022, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock

NATURZYT abonnieren und mit uns, unsere Natur unterstützen.

2 Naturzyt-Magazine freigestellt

Das Magazin NATURZYT berichtet nicht nur über unsere Natur, damit Sie diese näher erfahren und erleben können, sondern damit Sie gemeinsam mit uns, unsere Natur mehr bewahren und schützen lernen. Deshalb unterstützt NATURZYT auch wichtige Naturprojekte mit einem Teil der Abo-Einnahmen. 

Jedes Abo hilft Naturprojekten! Jetzt unterstützen und abonnieren.

Buch Ravensong - Auch Tiere haben eine Stimme

   

In spannenden und packenden Interviews erzählen unsere Wildtiere mehr über sich, wer sie sind, wie sie leben und auch was sie von uns Menschen erwarten würden.

Jetzt bestellen für CHF 34.90 im A5 Hardcover

NATURZYT Newsletter abonnieren

Mehr Natur erfahren

Weshalb heisst die Zauneidechse so?

Grünbraune Eidechse auf einem braunen Holzstamm

Eigentlich bedeutet der wissenschaftliche Name «Lacerta agilis», flinke Eidechse - weshalb nennen wir sie aber Zauneidechse?

Wildtiere im Liebesrausch - die cleveren Strategien

Zwei weisse Schwäne beim flirten auf dem Wasser

Die Natur hat viele Strategien entwickelt, tierische Dates zu arrangieren und beim anderen Geschlecht anzukommen.

Mehr Natur bewahren

Fledermaus-Porträt: Grossen Hufeisennase

Braune Fledermaus hängt an einem Holzbalken und schaut nach vorne

Die sehr seltene Grosse Hufeisennase zählt zu den grössten einheimischen Fledermausarten.

Fledermäuse schützen: Eine Ode an die Fledermaus

Langohrfledermaus lächelt mit ihren grossen Ohren vom Holzstamm

Fledermäuse leben heimlich - und sind uns deshalb oft etwas unheimlich.

Mehr Natur erleben

Wandern in der Agglo Basel im Frühling in der Sissacherflue

Kühe unter blühenden Kirschenbäumen im Frühling

Frühlingswandern in der Agglomeration Basel wo sich die Juraketten mit ausgedehnten Wäldern erstrecken.

Frühlingserwachen und Blüten in der Schweiz

Weisse Narzissen strahlen der Sonne entgegen.

Nach der kalten Jahreszeit erwacht die Natur zu neuem Leben. Frühlingserwachen und Blüten in der Schweiz.