Grüne Gottesanbeterin mit den Vorderbeinen angehoben

Die Gottesanbeterin sieht aus, als wäre sie nicht von dieser Welt, und hat auch eine ganz spezielle Körperhaltung, in der sie stundenlang sitzen kann, um dann blitzschnell ihre Beute zu ergreifen. Sie hat in dieser Haltung, die Vorderbeine oft angewinkelt, und das sieht aus, als würde sie beten. Daher hat die Fangheuschrecke ihren Namen erhalten. An ihrem dreieckigen Kopf fallen auch sofort die grossen Facettenaugen auf. Damit hat sie einen optimalen Überblick und kann ihren Kopf auch sehr gut drehen, um so ihre Beute mit den Augen zu verfolgen. Sie kann ganz grün, gelblich oder braun gefärbt sein und die Weibchen sind grösser und dicker als die Männchen. Ihr Lebensraum sind Büsche und Sträucher, aber auch der Boden, Hauptsache sonnig und warm. Im August erscheinen die ersten erwachsenen Tiere, welche im Frühjahr als 6 Millimeter lange Larven geschlüpft sind und fünf bis sechs Larvenstadien durchlaufen haben.
Die Paarung ist für die Männchen gefährlich, denn sind sie unvorsichtig, werden sie oft vom Weibchen verspeist. Nach der Ei-Ablage in eine sogenannte Oothek (dabei handelt es sich um ein Gelege in einer schnell erhärtenden Schaummasse, dass in der Regel 100 bis 200 Eier enthält und an Pflanzen verankert ist) überwintern die Eier, um im nächsten Frühling als Larven zu schlüpfen, und ein neuer Zyklus beginnt. Die erwachsenen Tiere sterben, sobald es kälter wird.

Weitere Fragen und Antworten zu Wildtieren die spannend sind:

Haben Schnecken ihr Schneckenhaus seit der Geburt?

Warum haben Eichhörnchen einen buschigen Schwanz?

Weshalb heisst der Siebenschläfer so?


NATURZYT Ausgabe September 2019, Text Michael Knaus, Foto AdobeStock

NATURZYT abonnieren und mit uns, unsere Natur unterstützen.

2 Naturzyt-Magazine freigestellt

Das Magazin NATURZYT berichtet nicht nur über unsere Natur, damit Sie diese näher erfahren und erleben können, sondern damit Sie gemeinsam mit uns, unsere Natur mehr bewahren und schützen lernen. Deshalb unterstützt NATURZYT auch wichtige Naturprojekte mit einem Teil der Abo-Einnahmen. 

Jedes Abo hilft Naturprojekten! Jetzt unterstützen und abonnieren.

Buch Ravensong - Auch Tiere haben eine Stimme

   

In spannenden und packenden Interviews erzählen unsere Wildtiere mehr über sich, wer sie sind, wie sie leben und auch was sie von uns Menschen erwarten würden.

Jetzt bestellen für CHF 34.90 im A5 Hardcover

NATURZYT Newsletter abonnieren

Mehr Natur erfahren

Schlüsselblumen - Frühlingsboten und Hustenmittel

gelbe Blüten der Schlüsselblume in einer Wiese im Frühling

Die Echte Schlüsselblume ist eine bewährte Heilpflanze bei Husten und ein Zeichen das der Frühling da ist.

Haben Regenwürmer Augen?

ein Regenwurm auf weissem Untergrund

Er wühlt die Erde um unser Regenwurm - hat er Augen damit er sieht, was er macht?

Mehr Natur bewahren

Weiden voller Leben - Mehr als Kätzchen

Salweide mit ihren Blüten

Kaum eine Gattung kommt im Frühling mit solchen Blütenfülle daher wie die der Weiden.

Hochbeet - Gemüseanbau in luftiger Höhe

Beet mit Erde und vielen Gemüsesetzlingen

Das Hochbeet hat viele Vorteile, auch wenn der Bau eines Hochbeets aufwendig ist. Es gibt aber auch fertige zu kaufen.

Mehr Natur erleben

Wandern im Zürcher Tössbergland bi Lux und Fux

Alte Baumstämme auf grüner Wiese an einem Hügel im Sommer

Luchse lieben dichte Wälder, steile Flanken und einsame Höhen. Bei einer Wanderung im wilden Zürcher Tössbergland auf Spurensuche.

Bluescht-Wanderung im Thurgau

Blühende Bäume und Wiesen auf der Bluescht Wanderung im Thurgau

Die Bluescht-Wanderung im Thurgau ist jeden Frühling ein Erlebnis, wenn tausende Obstbäume ihre Knospen öffnen.